Pfeddersheimer Entdecker 2016
Foto Hans-Otto Rödder

In den Herbstferien gab es 2 gelungene Projekte der evangelischen Jugend.
Los ging es in der ersten Woche mit drei Tagen „Pfeddersheimer Entdecker“. Es gab wieder einiges zu sehen, da sich manche Tür öffnete die normalerweise verschlossen ist. Die Stadtmauer wurde umrundet und hinein gehen konnte man in den Roten Turm und den Pulverturm. Ein richtig tolles Anwesen von Familie Gröbe wurde „genau unter die Lupe“ genommen mit Keller, Scheune und Pumpe für´s Wasserschöpfen. Ganz anders war der Besuch im Obst-und Gemüseladen „Tutti Frutti“. Geduldig wurden alle Fragen beantwortet so z.B. welches Obst und Gemüse momentan aus Deutschland, Europa oder Übersee kommt. Was gibt es sonst noch zu kaufen im Laden. Kann man frischen Spargel zum Silvestermenü bekommen. Übrigens durfte auch einiges probiert werden… Dann ging es an den Großeinkauf für die Gemüsesuppe, die im Gemeindehaus von allen zubereitet wurde. Auch das Schulmuseum wurde besucht. Man durfte selbst mit Gänsekiel, Griffel oder Füller unterschiedlichste Schriftarten ausprobieren. Einblick in das schnelle Schreiben, also der Stenographie, gab es auch. Die Sandgrube von Herrn Antz wurde besucht. Der tiefste Punkt liegt 25 Meter tief. Bestaunt wurden die Maschinen und das große Sieb. Das Weingut Goldschmidt öffnete auch seine Türen für uns. Jetzt wissen alle Bescheid wie aus Trauben Saft hergestellt wird. Ganz anschaulich probiert mit unvergorenen Saft einer Riesling Spätlese. Alle Beteiligten setzten sich zum Schluss zu einer Auswertung zusammen und Pläne wurden für das Jahr 2017 geschmiedet, was alles in Pfeddersheim besucht werden soll. Es gibt viel zu entdecken. Danke an die freundlichen Menschen, die ihre Türen öffneten und an die Teamer Delia Flegel, Elisabeth Heidrich,
Janet Freiensehner und Björn Thon.
In der zweiten Woche gab es dann die Kinderbibeltage. 24 Kinder erlebten die Zeit von Martin Luther ganz kreativ. So wurden mittelalterliche Kleider genäht, verziert und in einer Modenschau präsentiert. Die Wartburg und ein „Lutherhut“ wurden gebastelt, die Bedeutung der Lutherrose erklärt und natürlich auch selbst hergestellt. Ein kindgerechter Film machte das Leben und Wirken von Martin Luther sehr anschaulich. In der Küche wurde nach mittelalterlichen Rezepten gebacken und gekocht. Um Brot zu backen wurde vorher das Korn zu Mehl verarbeitet, was viel Arbeit bedeutete.
Umrahmt wurden die beiden ersten Tage durch ein Anspiel zu Martin Luther. Die Teamer schlüpften in verschiedene Rollen um den Kindern einiges darstellerisch zu seinem Leben und Wirken näher zu bringen. Auch gab es auch eine Pause um sich zu erholen und zu stärken mit Tee, Brioche oder Panettone. Am dritten Tag unternahmen alle Beteiligten einen Ausflug mit der Bahn und U-Bahn nach Frankfurt ins Bibelmuseum. Dort konnte man sich eine Seite aus der Lutherbibel selbst auf einer Druckerpresse herstellen. Ebenso wurde ein kleines Büchlein erstellt mit einem von Luther übersetzten Psalm. Leider gingen diese drei Tage sehr schnell zu Ende. Vielen Dank an die Teamer Ann-Kathrin Flegel, Björn Thon, Delia Flegel, Elisabeth Heidrich, Gina Rupprecht, Isabelle Seip, Janet Freiensehner, Jens Köster, Lara Blaese, Leonie Schick, Michele Jansen, Romina Heinrich und Tabea Senn.
Peter Kissel